Besuch im Westfalenstadion in Dortmund

17.02.2017. Bereits zum zweiten Mal konnten die Bewohner des Franz-von-Assisi-Hauses und der gesamten Vollversorgung auf dem Campus am Rather Broich eine Besichtigung des Westfalenstadions in Dortmund durchführen.

In Kooperation mit dem Fanprojekt Dortmund e.V. wurde der Ausflug ins BVB-Lernzentrum zu einem besonderen Erlebnis. Das erste Highlight erwartete die Gruppe schon bei der Ankunft. Die Bewohner und begleitenden Sozialarbeiter durften mit dem Kleinbus ins Stadion hineinfahren und  den Weg nehmen, den sonst die die Mannschaften von Borussia Dortmund, die Nationalmannschaft und die gegnerischen Teams nehmen. An den Umkleidekabinen und Pressebereich vorbei konnte der Wagen direkt an der legendären Südtribüne parken.

Dort begrüßte Stefan vom Fanprojekt die Gruppe und nach einer kleinen Gesprächsrunde im Lernzentrum ging es auf die Südtribüne. Hier hatten die Bewohner die Möglichkeit, einmal von unten bis oben über die ganze Tribüne zu gehen, und mussten feststellen, dass es doch einiges an Kondition benötigt, um die Tribüne mit ihren 25.000 Plätzen zu erklimmen. Weiter ging es zu den VIP-Räumen und zum Stadiongefängnis. Die Bewohner hatten großes Interesse daran, die Zellen zu besichtigen und Fotos in der kleinen Polizeistation zu schießen.

Im Gästeblock konnten die vielen Aufkleber der verschiedenen Vereine begutachtet und weiterhin den Erzählungen sowie den Anekdoten von Stefan vom Fanprojekt  gelauscht werden. Weiter ging es in den Pressebereich des Stadions, in dem die Trainer und Spieler nach dem Spiel interviewt werden. Unsere Bewohner ließen es sich nicht nehmen, fleißig zu fotografieren und sich so zu geben, als ob sie interviewt werden. Nach einem kurzen Abstecher in die Mannschaftskabine ging es durch den Stadiontunnel auf den Rasen des Westfalenstadions. Dort stand die nächste Überraschung an. Marcel Schmelzer, Kapitän von Borussia Dortmund und Nationalspieler, nahm sich die Zeit, um sich mit der Gruppe fotografieren zu lassen und einige Worte zu wechseln. Zudem versprach er noch, den Bewohnern Autogrammkarten zukommen zu lassen.

Zum Abschluss ging es noch in das Vereinsmuseum, in dem von allen Teilnehmern die Geschichte von Borussia Dortmund nachvollzogen werden konnte und Kopien der gewonnen Pokale, wie den Champions League Pokal und der Deutschen Meisterschale bestaunt werden durften.  Als sich die Gruppe von Stefan verabschieden wollte, hatte dieser noch eine weitere Überraschung. Die Fangruppierung „The Unity“ hatte erfahren, dass die Bewohner einen Stadionbesuch machten und übergab mehrere T-Shirts, Mützen und Schals vom BVB.

 

 

 

Nikolaus wird beschenkt!

15.12.2016. Unerwarteten Besuch gab es für die Männer in der Notunterkunft der Sozialwerke der Armen-Brüder auf der Harkortstraße: Der Nikolaus besuchte sie am Nikolaustag.

 

Besuch des Nikolaus in der Notunterkunft

Unerwarteten Besuch gab es für die Männer in der Notunterkunft der Sozialwerke der Armen-Brüder auf der Harkortstraße: Der Nikolaus besuchte sie am Nikolaustag und wurde dabei von den Mitarbeitern des Sozialdienstes unterstützt, die für jeden der Männer einen Schokoladen-Nikolaus besorgt hatten.

Kaum war der Nikolaus bei den ersten Übernachtern angekommen, gab es schon die erste Überraschung: Einer der Männer kramte spontan seine Mundharmonika aus seinen Jackentaschen und ließ es sich nicht nehmen, den heiligen Mann auf seinem Besuch durch alle vier Übernachtungsetagen zu begleiten. Er spielte dazu feierliche und auch lustige Musik, was sofort für eine gute Atmosphäre sorgte.

Hatten sich einige der Männer auch schon zum Schlafen gelegt, so freuten sie sich dennoch über den unerwarteten abendlichen Besuch.
Manches Erinnerungs-Selfie wurde gemacht und die aufrichtenden Worte des Nikolaus wurden ebenso dankbar entgegen genommen wie der Schokoladen-Nikolaus.

So waren an diesem Abend alle beschenkt – auch der Nikolaus.

Sankt Nikolaus hatte seinen Schoko-Vertreter als Geschenk dabei. Auch bei den jungen Leuten kam der Besuch des Nikolaus gut an.

Wallfahrt nach Rom

30.11.2016. Zehn Wohnungslose aus den Einrichtungen der Sozialwerke der Armen-Brüder pilgern nach Rom zum Papst. Zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit hat Papst Franziskus Obdachlose nach Rom eingeladen.

 

Mehrere tausend Menschen aus 20 Ländern sind dieser Einladung gefolgt. Auch zehn Wohnungslose aus den Einrichtungen der Sozialwerke der Armen-Brüder haben sich – begleitet von zwei Sozialarbeiterinnen - auf den Weg nach Rom gemacht. Die Reise wurde für die Teilnehmer aus der Region vom Diözesancaritasverband Köln organisiert. 

In zwei Reisebussen machte sich die Gruppe nach einem Reisesegen in Köln auf die 19-stündige Reise. Im Bus waren auch mit dabei Weihbischof Ansgar Puff sowie Andreas Sellner vom Diözesancaritasverband, der die Wallfahrt mitorganisiert hatte. Sellner sagte: „Papst Franziskus erinnert uns mit seiner Einladung daran, dass Arme, Schwache und an den Rand gedrängte Menschen nicht nur unter materieller Not sondern auch an sozialer Ausgrenzung und an fehlender Zuneigung leiden.“ 

In Rom waren Höhepunkte der Reise die Papstaudienz und die Messfeier im Petersdom. Die Teilnehmer waren sehr beeindruckt, wie nah der Papst ihnen war und wie er sich ihrer annahm. Einige konnten ihm sogar die Hand geben. 

Papst Franziskus  ermutigte die Wohnungslosen, Träume zuzulassen. Er sagte, auch der unerfüllbar scheinende Traum der Menschen in sozialen Schwierigkeiten, eine Reise nach Rom zu unternehmen, sei letztlich für sie wahr geworden. Es sei die Fähigkeit zu träumen, die zu einer Veränderung der Welt führen könne. „Die einfachen Leute sind zu Jesus gegangen, weil sie geträumt hatten, dass er sie befreien würde, dass er ihnen dienen würde, und so folgten sie ihm und er hat sie befreit.“

In den Tagen der Romwallfahrt feierte Weihbischof Ansgar Puff auch einen Gottesdienst in deutscher Sprache. Eine scheinbar nicht enden wollende Fülle an Fürbitten formulierten die Wallfahrer dabei. In ihren Bitten brachten sie ihre persönlichen Anliegen vor Gott.

Die Fahrt nach Rom nutzten Teilnehmer auch dazu, touristisch interessante Orte zu besuchen. Der Besuch des Trevi-Brunnens, des Collosseums und der Engelsburg gehörten somit auch zum Programm dieser Tage.

Nach der Rückkehr aus Rom zeigten sich die beiden begleitenden Sozialarbeiterinnen sehr beeindruckt von der sehr positiven Stimmung bei der Pilgerreise. Sie erzählten, mit welch hoher Achtsamkeit sich die Teilnehmer einander begegneten. Die Wallfahrer berichteten von vielen einzelnen Erlebnissen, die sehr außergewöhnlich für sie waren und die tiefe Eindrücke bei ihnen hinterlassen haben.

Die Armen-Brüder feiern den 200. Geburtstag des Ordensgründers Bruder Johannes Höver

23.11.2016. Im Altarraum der Kapelle am Rather Broich stand ein Bild von Johannes Höver, dem Ordensgründer der Armen-Brüder des heiligen Franziskus. Seinen 200. Geburtstag feierten die Sozialwerke der Armen-Brüder am 23. November mit einem feierlichen Festakt und anschließendem Empfang.

Der Leitgedanke des Lebens von Bruder Johannes Höver lautete: „Sich in den Werken der Barmherzigkeit üben.“ Barmherzigkeit und deren Übersetzung in unsere Zeit war dann auch das zentrale Thema der Vorträge und Reden.

Dirk Buttler, der erste Vorsitzende der Sozialwerke, eröffnete die Feier und begrüßte neben den Brüdern, zahlreichen Festgästen, Kooperationspartnern und den Mitarbeitern der Sozialwerke auch zehn Hilfenehmer. Diese hatten Anfang November mit Begleitung durch zwei Sozialarbeiterinnen der Sozialwerke an einer vom Diözesancaritasverband für das Erzbistum Köln organisierten Romwallfahrt teilgenommen, zu der der Papst zum Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 6000 Obdachlose eingeladen hatte.

Bruder Lukas Jünemann, der Generalminister der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder und Vorstandsmitglied der Sozialwerke, führte in seiner Rede durch das Leben und Wirken von Bruder Johannes Höver, der in Lohmar zur Welt kam, Lehrer wurde und in Aachen im Jahr 1857 unter dem Eindruck der Verelendung und der Not vieler Menschen die Ordensgemeinschaft gründete. Im Anschluss hielt Dr. Alfred Etheber vom Diözesancaritasverband Aachen den Fachvortrag des Festaktes (Bild oben und unteres Bild: Dr. Alfred Etheber, DICV Aachen beim Empfang im Gespräch mit Andreas Sellner, DiCV Köln). In diesem Vortrag stellte er heraus, dass Barmherzigkeit und Fachlichkeit keine Gegensätze in der professionellen Arbeit mit wohnungslosen oder pflegebedürftigen Menschen darstellen sondern sich vielmehr entscheidend ergänzen.

Weihbischof Ansgar Puff und Bürgermeister Günter Karen-Jungen sprachen Grußworte. Ansgar Puff (im Bild rechts neben Seelsorger Gregor Klingenhäger) hob hervor, dass die Sozialwerke der Armen-Brüder in Düsseldorf Barmherzigkeit in ihrer Arbeit erlebbar machen und dankte den Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz für wohnungslose und pflegebedürftige Menschen in der Landeshauptstadt. Dabei erinnerte er daran, dass die Sozialwerke Streetwork in der Wohnungslosenhilfe bereits in den 80er Jahren in Düsseldorf aufgebaut haben und seither durchführen. Damit wird – so der Weihbischof – Barmherzigkeit in besonderer Weise gelebt.

Bewohner der Außenwohngruppen bauen ein Floß

09.08.2016. Unter dem Motto „Wir bauen ein Floß!“ machten sich am letzten Juli-Samstag sehr viele Bewohner/innen der stationären Außenwohngruppen an der Breslauer Straße auf den Weg zum Unterbacher See in Düsseldorf.

Kreative Gruppe

Zusammen mit den beiden Sozialarbeitern der Einrichtung galt es gemäss des zweiten Mottos „als Gruppe sind wir besonders stark!“ Ängste zu überwinden, über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen, etwas Spannendes zu erleben und sich etwas Besonderes zuzutrauen. Gefragt waren Ideenreichtum, Kreativität, sinnvolle Arbeitsverteilung im Team sowie gemeinsames Handeln. Schon während der gemeinsamen Anfahrt im Bus waren erwartungsvolle Spannung und Vorfreude zum Greifen nahe. Am See angekommen, wurde die Gruppe von einem sympathischen und Vertrauen erweckenden Trainer begrüßt. Nach einer ersten Orientierung und Aufwärmung in Form eines überaus ansprechenden Gruppenspieles ging es dann rasch zum Ernst der Aufgabenstellung. Zur Verfügung standen 8 Vierkantbalken, 4 Fässer und exakt 24 einzelne Seile. 

Team Work mit Spezialisierung

Bei der genauen Anleitung der Knotentechnik bekamen die Knoten und einzuhaltende Abstände Namen von Gruppenmitgliedern wie „Guido-Knoten“, oder „Stefan-Länge“ und „Heike-Unterarm“. Die Gruppe erhielt nun den Auftrag, innerhalb von 55 Minuten ein tragfähiges Floß zu montieren, welches den Anforderungen einer anschließenden sogenannten „TÜV-Abnahme“ standhalten musste. Diese nun folgende Stunde erforderte sehr viel Konzentration, Gemeinschaftssinn, Ideenreichtum, Weitsicht, Planungskompetenz Kompromissfähigkeit wie auch Durchsetzungskraft von allen Beteiligten. Schnell bildeten sich besondere Stärken heraus, wie z.B.: der Planer/Konstrukteur; der Praktiker/Macher; der Antreiber/Motivator; Spezialisten, wie z.B. die Knoten-Entwirrerin.

Es wurde Hand-in-Hand gearbeitet. Das Ergebnis war ein tragfähiges und auch recht ansehnliches Floß, das  den „TÜV-Rüttel- und Schüttel-Test“ bestand und mit dem auch alle beteiligten Bauherren und -damen zufrieden waren.

Happy End

Nach einigen weiteren Anweisungen wurde das Floß dann zu Wasser gelassen. Es bestand während der anschließenden ca. einstündigen gemeinsamen Paddelfahrt auf dem See - inclusive der Umrundung einer Naturschutzinsel - die Bewährungsprobe mit Glanz und Gloria. Dieses Ereignis wurde anschließend mit einer gemeinsamen Grillveranstaltung direkt am Seeufer gebührend gefeiert. Und schon während der Rückfahrt und auch an den Folgetagen gab es begeisterte Rückmeldungen der Teilnehmer/innen. Es war ein ganz besonderer Tag und eine ganz besondere Erfahrung.

Vertrauenssache - mit Jesus auf dem Wasser

27.07.2016. Wieder einmal wagten sich abenteuerlustige Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe der Sozialwerke der Armen-Brüder aufs Wasser. Und das in doppelter Hinsicht!

Zunächst sprachen sie in der Kapelle am Campus Rath über die biblische Geschichte von Jesus und Petrus auf dem See. Sie erlebten dabei, dass es zwar einerseits ein Risiko bedeutet, sich vertrauensvoll auf jemanden einzulassen, dass dieses Risiko aber andererseits im Glauben aufgefangen werden kann. Dabei fanden sie aus ihren Lebenserfahrungen unterschiedliche Antworten darauf, wie mit solch einem Risiko umzugehen ist. Eine spannende Auseinandersetzung!

Spannend ging es dann auf der Erft und dem Rhein im Schlauchboot weiter. Unser Raftguide Tobias von „Querfeldeins“ machte gleich zu Beginn deutlich, dass nur die Gruppe als Ganzes für eine gute Fahrt sorgen kann. Wir mussten lernen, einander und ihm zu vertrauen.


Das brauchte einige Eingewöhnungszeit und sorgte auch dafür, dass zunächst einmal mehrere Teilnehmer aus der Gruppe gehörig nass wurden. Doch im Verlauf der Fahrt klappte das Zusammenspiel immer besser. Als es dann gegen Schluss der Fahrt darum ging, den Rhein zwischen den Rheinschiffen zu überqueren, klappte das vertrauensvolle Zusammenspiel sicher und fast perfekt.

Bei einem Picknick ließ die Gruppe dann dieses „Abenteuer in einem Boot … mit Jesus“ ausklingen. Alle waren sehr zufrieden und dankten dem Team der Ordensgemeinschaft für diesen tollen Tag.

Sonne im Herzen

13.07.2016. Bei strahlendem Sonnenschein feierten Bewohnerinnen und Bewohner, viele Angehörige und Besucherinnen und Besucher sowie die Belegschaft des Johannes Höver-Hauses wie alle Jahre wieder das große Sommerfest.

Da strahlten die Bewohnerinnen und Bewohner des Johannes-Höver-Hauses! Und sie strahlten mit der Sonne um die Wette. Denn einerseits hatte Petrus ein Einsehen und hielt die Freudentränen in den Wolken zurück. Andererseits trug das sehr schöne Fest mit vielen Leckereien und gutem Programm zu einer tollen Stimmung bei.

Mit der Begrüßung durch den neuen Heimleiter Christoph Bornemann begann ein Bühnenprogramm, das von der „Weckmann-Combo“ fortgeführt wurde. Diese Trommelgruppe hatte mit einer Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes schon wochenlang einen rhythmisch-musikalischen Auftritt geprobt, der alle zum Mitklatschen einlud.

Anschließend wurde das Publikum in einem lustigen Spontantheaterstück von Aurora von Primelstein sowie den Kontrahenten Detlev von Durodont und Dagobert von Schwarzburg in die Zeit der Ritter entführt. Durch lustige Dialoge und spritzige Kommentare blieb bei den Schauspielern aber auch beim Publikum kein Auge trocken. Dazwischen gab es mitreißende Livemusik, die die Füße zum Wippen brachte.

Den Abschluss bildete ein Gesangsauftritt des Sozialen Dienstes, der mit Stimmungsliedern den schönen Nachmittag krönte. Leiblich bestens versorgt und geistig angeregt  saßen alle noch lange beisammen und genossen die fröhliche Atmosphäre.

 

Vintage und mehr

12.07.2016. Girlanden über dem Bürgersteig wiesen auf ein besonderes Ereignis im Ladenlokal an der Himmelgeister Straße 60, einem Haus der Sozialwerke der Armen Brüder hin.

Ganztägig fand am 29. Juni eine Verkaufsausstellung der Beschäftigungshilfe der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder statt, mit der der neue Arbeitsbereich Möbel-Up präsentiert wurde. In diesem Bereich erhalten alte Möbel ein upgrade. Wie sagte noch ein Besucher der Ausstellung treffend: „Omas Möbel auf neu gemacht.“ Die Möbelstücke - altmodische Schränke, Kommoden, Spiegel und Garderoben, die vermutlich im Normalfall auf dem Sperrmüll gelandet wären - werden von den Teilnehmer/innen der Maßnahmen mit Spachtel und Farbe zu modischen und trendigen Vintage-Möbeln verwandelt. 

Wer die Möbelmacher sind
Die Maßnahmeteilnehmer/innen sind langzeitarbeitslos und zum Teil auch wohnungslos. Sie erhalten in dem Arbeitsprojekt die Möglichkeit, sich durch Beschäftigung und begleitende sozialpädagogische Beratung und Betreuung persönlich und sozial zu stabilisieren. Handwerksmeister vermitteln berufspraktische Kenntnisse. 

Neben anderen bereits bestehenden Beschäftigungsmöglichkeiten der Beschäftigungshilfe in den Arbeitsbereichen Sozialkaufhaus / Möbelservice, Gärtnerei, Malwerk und Hausmeisterservice ist mit dem Bereich des MöbelUP ein weiteres Beschäftigungsangebot hinzugekommen. Im Februar hatten die Maßnahmeteilnehmer/innen damit begonnen, an den Möbeln zu arbeiten. Mit großer Zufriedenheit konnten sie nun am Ausstellungstag verfolgen, wie positiv die Reaktionen auf die einzelnen Stücke waren. 

Zahlreiche Besucher/innen der Ausstellung kauften die preisgünstigen Vintage-Möbel. Der Möbelservice übernahm den Transport der großen Stücke. Derzeit produzieren die Projektteilnehmer/innen weitere Möbel, die demnächst in den Räumen der Beschäftigungshilfe an der Römerstraße 10 zum Verkauf angeboten werden. Alle am Projekt Beteiligten hoffen, dass das Interesse an den von ihnen gestalteten  Möbelstücken anhält. Gerne fertigen sie auch auf Bestellung einzelne Möbel an.

 

Interview mit Dirk Buttler am 29. Februar in der RP

02.03.2016. Im Interview mit RP-Lokalchef Uwe-Jens Ruhnau erklärt Dirk Buttler, Vorsitzender unserer Sozialwerke, wie er seinem Verein eine Zukunftsperspektive verschaffen will.

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel im Internetangebot der Rheinischen Post.

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Ein heißes Eisen

10.02.2016. „Es ist so wichtig und gleichzeitig so schwer!“ So brachte eine Bewohnerin des Johannes Höver-Hauses ihre Gefühle zum Ausdruck.

 

Thementage zum „Leben im Regime“ im Johannes Höver-Haus

In verschiedenen Veranstaltungen, die vom Sozialen Dienst und der Seelsorge initiiert wurden, setzten sich die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. „Das Thema taucht immer wieder auf, wenn wir über die Lebensgeschichten unserer Bewohnerinnen und Bewohner ins Gespräch kommen“, berichten die Kolleginnen und Kollegen vom Sozialen Dienst. Daher waren die Thementage ein guter Anlass dieses komplexe und belastete Thema von verschieden Seiten zu beleuchten.

Junges Schauspiel Düsseldorf tritt auf

Los ging es mit einem Besuch im Jungen Schauspiel Düsseldorf, das eine Art Fabel über den Zoo des KZ Buchenwald aufführte. Aus der Sicht der Tiere wurden die Geschehnisse dort betrachtet. Von „bedrückend“ bis „außerordentlich gut umgesetzt“ reichten denn auch die Reaktionen der Besucher, die sich in anschließenden Gesprächen über ihre Gefühle und Gedanken austauschten.

Messe mit Prälat Moll

Im Johannes Höver-Haus konnte dann eine Ausstellung über die „Märtyrer des Erzbistums Köln im 20. Jahrhundert“ eine Woche lang besucht werden. Prälat Moll, der im Auftrag der deutschen Bischofskonferenz die Menschen, die während der NS-Diktatur für ihren Glauben mit dem Leben bezahlten, aufgelistet hatte, feierte selbst mit Bewohnerinnen und Bewohnern eine heilige Messe. Darin erzählte er lebendig und anschaulich insbesondere von den Düsseldorfer Märtyrern.

Gospel

Bei der beliebten Gospel-Veranstaltung „Rock my soul“ lag der Schwerpunkt dann auf Gospels, die bedrückende und unwürdige Situationen von Menschen zum Thema hatten. Da lag es nahe, auch aktuelle Bezüge zu Unrechts-Regimen aufzugreifen: Ein Mitglied der Musikgruppe lud spontan zu einer Gedenkminute für die Opfer der Terroranschläge in Paris ein. Ein weiterer Höhepunkt war die Gesprächsrunde mit einem Bewohner, der selbst als Kind in Konzentrationslagern war und sich an belastende und unmenschlich-grausame Situationen erinnern konnte. „Wie viele haben das gewusst oder geahnt!“ So seine schmerzliche Erfahrung. Vielschichtig waren dabei die Erlebnisse und Bewertungen, die die Teilnehmer aus ihrer eigenen Lebensgeschichte beitrugen.

Ökumenischer Gottesdienst

Den Abschluss bildete ein ökumenischer Gottesdienst, der vom evangelischen Pfarrer Alfred Geibel und Seelsorger Gregor Klingenhäger gestaltet wurde und alle Opfer von Unrecht und Gewalt noch einmal in einem Gedenken mit der christlichen Botschaft in Beziehung setzte. Jeder Gottesdienstbesucher hatte dabei die Möglichkeit, ein Licht der Trauer, des Trostes und der Hoffnung zu entzünden.

Ein „heißes Eisen“ war angepackt worden und erneut konnte ein Stück davon verarbeitet werden.

„Wenn Dir das Lachen vergeht“

15.12.2015. Es ist unfassbar gewesen. Der „bergische Jung“ Willibert Pauels hat bald zwei Stunden aus seinem Buch „Wenn Dir das Lachen vergeht“ gelesen.

Von den fast 100 Zuhörerinnen und Zuhörern hat nicht nur niemand die Kapelle des Johannes-Höver-Hauses am Rather Broich verlassen. Es ist mucksmäuschenstill in dem kleinen Gotteshaus gewesen. Willibert Pauels hatte wahrhaftig die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Der „bergische Jung“ Willibert Pauels liest aus seinem Buch

Es hat niemanden gewundert, dass Willibert Pauels die Menschen in seinen Bann gezogen hat. Denn er hat nicht nur aus seinem mehr als 250 Seiten dicken Buch gelesen. Über seine eigene depressive Erkrankung und seinen Aufenthalt im Alexianer-Krankenhaus in Neuss, über die Melancholie im Allgemeinen und seine subjektiven Leiden hat der katholische Diakon Pauels erzählt.

Viele Jahre haben die Menschen Pauels als frommen Jeck auf den Bühnen des Kölner Karnevals gekannt. Spätestens mit dem Buch „Wenn Dir das Lachen vergeht“ lernen die Menschen auch die anderen Seiten von Pauels kennen. Als Mensch wirkt er überzeugend, als er davon erzählt, wie er sich jahrelang durch depressive Episoden hindurchgequält hat. Er wirkt ganz bei sich, als er auch heiter auf die dunkle Depression schaut.

„Eine solche Erkrankung wünscht Ihr dem ärgsten Feind nicht“, ruft er den Zuhörerinnen und Zuhörern entgegen, die immer mehr aus Faszination verstummen, je mehr sich Pauels während der Veranstaltung in Rage liest und redet. Der „schwarze Hund“ begleitet die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Einrichtung des Sozialwerks der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus. Als „schwarzen Hund“ bezeichnet Pauels nicht nur sein depressives Leiden. Mit Hilfe dieses Bildes zeigt Pauels, wie mühsam das Leben mit dem affektiven Phänomen ist.

Nicht nur in eigener Sache spricht Pauels. Er versteht sich inzwischen als Sprachrohr derjenigen Menschen, die nicht öffentlichkeitswirksam sprechen können oder wollen. Mit dem Blick auf aktuelle Klassifikationssysteme in der Medizin bedauert Pauels, der studierter Theologe und geweihter katholischer Diakon ist, dass ein Trauerprozess nach einem Todesfall, der länger als 14 Tage andauert, inzwischen medizinisch als pathologische Erscheinung verstanden wird. Genauso kritisch blickt er auf die vieldiskutierten Burnouts: „Lasst uns das Kind beim Namen nennen. Die betroffenen Menschen sind depressiv und brauchen professionelle Hilfe.“

So düster manche Beschreibungen von Willibert Pauels gewesen sind, so engagiert hat er viele Witze erzählt. „Wenn mir während des Erzählens der ein oder andere Witz in den Sinn kommt, dann muss er einfach raus“, rechtfertigte er seine munteren Unterbrechungen während der kurzweiligen Veranstaltung. Das Lachen der Zuhörerinnen und Zuhörer ist für ihn Zeichen genug gewesen, dass er die Bedürfnisse der Menschen in den Sitzreihen getroffen hat.

Dies haben auch die vielen Bücher gezeigt, die die Ordensschwestern aus der Paulus-Buchhandlung an der Friedrich-Ebert-Strasse verkauft haben. Der Moderator des Abends, Christoph Müller, hatte die Zuhörerinnen und Zuhörer darauf aufmerksam gemacht: „Wer nach den zwei Stunden Willibert Pauels nicht genug vom bergischen Jung hat, der kann nicht nur das Buch kaufen. Auf domradio.de blickt er nachdenklich-heiter während der Adventszeit auf den Zeitlauf.“ Zufrieden ist auch Bruder Matthäus Werner gewesen: „Willibert Pauels schafft es, die Menschen für sich und seine Sache zu begeistern. Wir können dankbar sein, dass es in Kirche, Karneval und Klinik solche ermunternden Stimmen gibt. Da macht es gar nichts, dass er uns anderen zum Verstummen bringt.“

 

Mehr Informationen zu Pauels Buch auf der Verlagsseite:
„Wenn Dir das Lachen vergeht“

Sozialwerk der Armen-Brüder wählt neuen Vorstand

23.11.2015. Anfang November fanden bei der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder, Sozialwerke e.V. Vorstandswahlen statt.

Auf der ordentlichen Sitzung der Mitgliederversammlung des Sozialwerke e.V. am 04.11.2015 wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt.

Die neuen Vorstandsmitglieder sind:

Herr Dirk Buttler, 1. Vorsitzender (Foto Mitte)

Br. Matthäus Werner, 2. Vorsitzender (Foto links)

Br. Lukas Jünemann (Foto rechts)

Willibert Pauels kommt zu Autorenlesung zu den Armen-Brüdern des heiligen Franziskus

18.11.2015. Für viele Menschen ist Willibert Pauels die Verkörperung des rheinischen Frohsinns gewesen. Die rote Nase hat als sein Markenzeichen gegolten. Umso größer ist das Erschrecken...

...als der "Bergische Jung" wegen einer Depression in eine psychiatrische Klinik gegangen ist. In dem Buch „Wenn Dir das Lachen vergeht - Wie ich meine Depression überwunden habe“ beschreibt der studierte katholische Theologe und geweihte Diakon Pauels seinen emotionalen Leidensweg und seine Spurensuche aus dem Dilemma.

Tragik zwischen Melancholie und Heiterkeit

m Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ wird Willibert Pauels am Donnerstag, 10. Dezember 2015, 19:30 Uhr, aus seinem Buch lesen. Bruder Matthäus Werner, der für die Wohnungslosenhilfe und die Altenhilfe der Armen-Brüder des heiligen Franziskus verantwortlich ist, freut sich auf den Abend: "Der Bergische Jung zeigt mit seinen persönlichen Erfahrungen nicht nur die Tragik des menschlichen Alltags zwischen Melancholie und Heiterkeit. Willibert Pauels ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass die Sendeantenne zwischen Himmel und Erde immer funktionsfähig sein muss, um zu überleben."

In seinem Buch „Wenn Dir das Lachen vergeht“, aber auch in der persönlichen Begegnung berichtet der „Bergische Jung“, dass das Lachen und das Gebet in Zeiten der Depression äußerst schwer gefallen ist. Vielmehr habe er gespürt, dass es ihm besser gegangen sei, als das Gebet zu Gott und das Lachen wieder möglich gewesen sei. Pauels glaubt, dass er mit seiner Depression kein Ausnahmefall ist. Wer Bekanntschaft mit einer Depression gemacht habe, werde ihm auf dem Weg in die Depression, aber auch auf dem Rückweg von der Dunkelheit ins Licht folgen können, ist Pauels überzeugt. Konkret: "Und am Ende versteht man vielleicht, weshalb ein trauriger Clown ein fröhlicher Clown sein kann."

Wer den „Bergischen Jung“ einmal live erlebt hat, der weiß um seine Fähigkeit, die Zuhörerinnen und Zuhörer mitnehmen zu können. Darauf hofft natürlich auch Bruder Matthäus Werner. Seine anschauliche Erzählweise sorge immer wieder für Begeisterung, weiß Bruder Matthäus aus eigener Erfahrung. So werde vielleicht auch manche(r) seine Erzählungen vom schwarzen Hund, der ihn immer anspringt, und seine überzeugende Witzigkeit aus eigener Erfahrung kennen, meint Bruder Matthäus.

Wieso macht Willibert Pauels seine seelische Erkrankung öffentlich ? Wieso tauscht er das Ambo des Predigers mit dem Schreibtisch des Autoren, wie er früher die Kanzel mit der Karnevalsbühne getauscht hat ? „Es macht keinen Sinn, die Seele schweigen zu lassen. Die Psychosen und Depressionen gehören aus der Tabuzone heraus. Es geht ja nicht nur um dysfunktionale Familiensysteme, sondern auch um Transmitterstörungen“, meint Willibert Pauels.

Die Autorenlesung von Willibert Pauels mit seinem Buch „Wenn Dir das Lachen vergeht“ wird am Donnerstag, 10. Dezember 2015, 19:30 Uhr, in der Kapelle des Johannes-Höver-Hauses am Rather Broich 155, 40472 Düsseldorf, stattfinden. Der Eintritt ist frei. Über Zuwendungen zugunsten der Projekte der Sozialwerke der Armen-Brüder des heiligen Franziskus freut sich die Ordensgemeinschaft natürlich. Im Anschluss an die Lesung findet noch ein Steh-Empfang in der Verwaltung des Johannes-Höver-Hauses statt. Den Büchertisch zur Veranstaltung werden die Paulus-Schwestern aus der Paulus-Buchhandlung in der Freidrich-Ebert-Straße gestalten.

Und hier der Link zur Verlagsseite von 
„Wenn Dir das Lachen vergeht“

​Sozialwerk der Armen-Brüder feiert Neueröffnung einer Einrichtung für Wohnungslose

16.11.2015. Düsseldorf – Die Armen-Brüder des heiligen Franziskus, Sozialwerke e.V. feiern am 24.11.2015 um 14:00 Uhr die Einweihung ihrer fünften stationären Aussenwohngruppe für wohnungslose Menschen in der Landeshauptstadt.

Die Einrichtung an der Himmelgeister Straße bietet in vier Wohngruppen bis zu 21 Menschen ein qualitativ hochwertiges Wohn- und Beratungsangebot. 

Peter Hinz, Geschäftsführer des Sozialwerkes erklärt: „ Mit der Fertigstellung der neuen Einrichtung schließen wir die Modernisierung unser stationären Aussenwohngruppen vorläufig ab. In den letzten Jahren konnten wir mit breiter Unterstützung von Spendern und Leistungsträgern unsere Angebote für arme und ausgegrenzte Menschen in dieser Stadt beispielhaft verbessern. In fünf Häusern mit insgesamt 92 Plätzen wird unter sehr guten Rahmenbedingungen nachhaltige Integrationsarbeit geleistet. Besonders freut uns, dass wir diese Arbeit im Sozialraum und mit großer Unterstützung der Nachbarschaften erbringen können. Dies sind wichtige Voraussetzungen für eine gelingende soziale und berufliche Integration.“

Zu der Einweihungsfeier sind Unterstützer und die Nachbarschaft herzlich eingeladen. Ein Vertreter des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln spricht ein Grußwort. Die Vorstände des Sozialwerkes, Dirk Buttler und Bruder Matthäus Werner, werden die neue Einrichtung präsentieren. Im Anschluss wird der Generalminister des Ordens, Bruder Lukas Jünemann, das Haus segnen.

Ein neues Zuhause für unsere Bewohner

24.09.2015. Nach zweijähriger Bauphase öffnet unsere neue stationäre Einrichtung Himmelgeister Straße in Düsseldorf-Bilk.

 

Wohngruppen an der Himmelgeister Straße

„Hat wirklich noch nie jemand in diesem Bett geschlafen? Hat wirklich noch nie jemand etwas in diese Schublade gelegt?“, fragte ein Bewohner staunend, als er sein neues Zimmer betrat.

Nach zweijähriger Bauphase war es in der letzten Augustwoche endlich soweit. Die Bewohner der AWG Standorte Dabringhauserstr. 24 und Rather Broich 163 bezogen die neue Einrichtung in der Himmelgeister Straße. Im Vorfeld war die Aufregung sowohl bei den Bewohnern als auch den Mitarbeitern deutlich spürbar. Dank tatkräftiger Unterstützung von vielen helfenden Händen verlief der Umzug reibungslos und die Herausforderungen wurden gemeinsam gemeistert.

Mit einem HERZLICH WILLKOMMEN wurden die Bewohner in ihrem neuen Zuhause begrüßt. Schon in der ersten Reaktion zeigten sie sich begeistert - insbesondere hinsichtlich der Großzügigkeit und liebevollen Gestaltung des Hauses. Und mit jedem weiteren Tag verwandelt sich die Einrichtung mehr in ein lebendiges Zuhause.

Das Haus liegt zentral in Düsseldorf Bilk und ist gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden. Einkaufsmöglichkeiten sowie Ärzte sind fußläufig erreichbar. Die Sozialwerke der Armen-Brüder e.V. verfolgen mit der neuen Einrichtung das Ziel, Menschen mit komplexen Problemlagen in einer Umgebung mit sehr guten Rahmenbedingungen Unterstützung für einen guten Start in ein eigenständiges Leben zu geben.

Ein erstes Fazit: Die Einrichtung bietet dazu die besten Voraussetzungen.   

Besuch vom britischen Konsulat

23.09.2015. Am 07.08.2015 besuchten Frau Vize-Konsulin Helen Jones (Britisches Generalkonsulat Düsseldorf), Stefanie Schebek (Britisches Generalkonsulat Düsseldorf), Nicole Neumeister (Britische Botschaft Berlin) und James Moody (Britische Botschaft Stockholm) die Notschlafstelle für obdachlose Männer in der Harkortstr. 27 in Düsseldorf.

Das Interesse rührte aus dem Auftrag, im Rahmen der Konsulatsarbeit britische Staatsangehörige, die in Notsituationen sind, zu unterstützen. Die BesucherInnen konnten so persönlich Einblick in die Arbeit der sozialen Hilfen vor Ort zu erhalten. Die MitarbeiterInnen der Notschlafstelle führten durch die Einrichtung und erläuterten die menschliche und fachliche Unterstützung, die britischen Bürgern in Notsituationen hier in Düsseldorf geboten wird. Die BesucherInnen waren beeindruckt von der Qualität und individuellen Ausprägung der Hilfeleistungen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Zusammenarbeit bestens funktioniert und die Hilfeleistungen zielführend und zeitnah gestaltet sind.

Der persönliche Austausch wurde von allen Seiten sehr positiv aufgenommen und soll in losen Abständen fortgesetzt werden. Wir bedanken uns bei unseren Gästen für ihr großes Interesse.

Brücken geschlagen

11.09.2015. Die Combo von „Rock my soul“ bei der Boule-Bahn-Eröffnung des „zentrum plus“

 

„Klar, da fahren wir hin!“ waren sich die Mitglieder der Combo einig. Bisher hatten sie schon häufig in der Kapelle am Campus Rath „Rock my soul“ mit Gospels und Spirituals gestaltet.

Nun war die Gruppe von verschiedenen Bewohnern aus der Altenhilfe der Sozialwerke der Armen-Brüder mit Seelsorger Gregor Klingenhäger nach Unterrath eingeladen. Dort sollte die Eröffnung der Boule-Bahn am „Zentrum plus“ des Caritasverbandes Düsseldorf gefeiert werden.

Nicht nur der Weg über die Brücke von Rath nach Unterrath wurde dafür zurückgelegt, es gab noch weitere Brückenschläge an diesem Tag: Die Musiker aus der „Villa“ und dem Johannes-Höver-Haus sorgten bei alten und jungen Gästen für rhythmisches Klatschen und Wippen der Füße.

Außerdem nahmen unterschiedliche Menschen aus dem Stadtteil, der Kirchengemeinde, den Sozialeinrichtungen im Umfeld, des Caritasverbandes und der Stadtkirche an der Eröffnung teil. Sehr schön zu erleben war auch das Miteinander von Einheimischen und Flüchtlingen aus der Nähe, die sich an der neuen Boule-Bahn begegneten. Miteinander wurden so spielerisch Schranken des Fremdseins abgebaut.

Es war ein entspannter Nachmittag, mit vielen Begegnungen und die Mitglieder der Combo von „Rock my soul“ waren sich einig, dass sie bei einer nächsten Anfrage wieder dabei sind.

Alkohol und Selbstbetrug

07.09.2015. Dem einen oder anderen im Publikum mag unbehaglich geworden sein, als Daniel Schreiber am vergangenen Donnerstag im Haus der Armen Brüder aus seinem Buch „Nüchtern - Über das Trinken und das Glück“ vorlas. Denn der Journalist und Autor Daniel Schreiber hat darin Privates öffentlich gemacht, indem er über seine Zeiten der Abhängigkeiten gesprochen hat.

Daniel Schreiber liest bei Armen-Brüdern des heiligen Franziskus aus seinem Buch "Nüchtern"

Auch wenn einigen Zuhörern viele der geschilderten Fakten bekannt waren, war die Lesung im Rahmen der Reihe "Die Armen-Brüder treffen ..." aufgrund der Subjektivität von Schreibers Schilderungen wertvoll. Schreiber kritisierte sowohl in den vorgelesenen Passagen aus seinem erfolgreichen Buch als auch auf Nachfragen aus der Zuhörerschaft die Alltäglichkeit eines fragwürdigen Umgangs mit Suchtmitteln.

Spannend und überraschend war, dass Schreiber es vermieden hat, sich selber als trockenen Alkoholiker zu bezeichnen. Ihm sei der Begriff des „Nüchternen“ lieber, da dieser seine Lebenswirklichkeit besser treffe. Dem Moderator des Abends, dem Journalisten Christoph Müller, war diese Formulierung Anlass zur Nachfrage, wie Schreiber diesen Begriff der "neuen Nüchternheit" fasse. Für Schreiber bedeutet Nüchternheit alltägliche Klarheit und Wahrhaftigkeit, wie er auch im Diskurs mit Bruder Matthäus Werner angab. Denn der Düsseldorfer Ordensmann hatte Schreiber nach den religiösen Dimensionen seiner nüchternen Lebensphase gefragt. Schreiber führte aus, dass eine gewisse Spiritualität für ihn Bestandteil eines glücklichen Lebens sei.

Es war eindrucksvoll, aus erster Hand zu hören, wie sich die persönliche Umgebung Daniel Schreibers aufgrund seiner Entscheidung zur Nüchternheit verändert hat. Es habe sich herausgestellt, dass es Freunde gegeben hat, mit denen er lediglich getrunken und gefeiert habe. Es tue ihm nicht leid, dass es Abstand zu diesen Menschen gebe. Vielmehr schätze er, dass er sich heute mit Freundinnen und Freunden nicht einfach nur in einer Bar oder in einer Kneipe treffe. Zu einem erlebnisreichen Abend gehöre heute ein Ausstellungsbesuch oder ein Spaziergang in der Natur, so Schreiber.

Da wundert es nicht, dass Daniel Schreiber im Kontext seiner Zeiten von Abhängigkeit vom Selbstbetrug berichtet hat. Immer wieder durchzog diese Vokabel während der Autorenlesung bei den Sozialwerken der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus den Vortrag Schreibers. Selbstbetrug schaffe dysfunktionale Welten, ist Schreiber auch überzeugt. Anschaulich machte Schreiber die eigene Erfahrung mit dem Trinken dadurch, dass er von der großen Liebe Alkohol sprach. Seine bildreichen Vergleiche mit einer menschlichen Liebe haben für einen hohen Grad der Nachvollziehbarkeit gesorgt. Die Trauer und die Enttäuschung nach dem Abschied von einer unglücklichen Liebe ist so manchem Zuhörer oder so mancher Zuhörerin offensichtlich bekannt gewesen. Schreiber stellte klar heraus, dass das Nüchtern-Sein ihm ein glücklicheres Leben ermögliche.

Daniel Schreiber hat mit seiner persönlichen Geschichte in der Kapelle des Johannes-Höver-Hauses Spuren hinterlassen. Er hat die Freundinnen und Freunde, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialwerke der Armen-Brüder des heiligen Franziskus in der Weise bewegt, dass er sie aus der scheinbar objektiven Rolle des Fürsorgenden geholt hat.

Autorenfoto oben: (c) Olaf Blecker, Berlin
Zur Seite des Hanser Verlags über Schreibers Buch.

Zu Besuch im Museum Kolumba

20.08.2015. „Unglaublich viele Eindrücke – die muss ich jetzt erst mal sacken lassen!“ So äußerte sich ein Teilnehmer über die intensiven Impressionen, die die Führung durch das Kölner Museum Kolumba bei der Besuchergruppe auslösten. Davon wurde nach dem Verlassen des Gebäudes noch lange gesprochen.

Kunst intensiv

Zehn wohnungslose Frauen und Männer aus den Außenwohngruppen der Sozialwerke der Armen-Brüder waren am 14. August zu einem Besuch des Museums unter dem Motto „Kunst Raum Klang“ gefahren. Angeleitet von zwei Museumspädagoginnen erlebten sie zunächst die architektonisch beeindruckenden Räume, in denen die Gruppe außerhalb der regulären Öffnungszeiten das Museum quasi für sich alleine hatte.

Sehr eindrücklich konnten sie mit allen Sinnen der Wechselwirkung der Räume mit den Kunstwerken und der eigenen Stimme nachspüren. So etwa im höchsten der Räume, in dem zunächst ein abstraktes Kunstwerk unterschiedliche Deutungen der Teilnehmer/-innen zuließ. Als dann alle eingeladen wurden, einen Ton zu singen, der sie mit dem Kunstwerk verbindet, entstand ein Klangteppich, der für alle sehr beeindruckend war.

Auch die Erfahrung, dass Kunstwerke je nach Lichteinfall ihre Wirkung verändern, war für viele aus der Gruppe erstaunlich. So verging die Zeit für die Gruppe, die von Sozialarbeiterin Marion Mölders und Seelsorger Gregor Klingenhäger begleitet wurde, wie im Fluge. Daher nahmen viele sehr gerne das Angebot der Museumspädagoginnen an, sich über die Führung hinaus noch weiter im Museum umzuschauen und sich mit den Kunstwerken zu befassen.

Insgesamt war es ein tiefgründiges Erlebnis, bei dem der Brückenschlag zwischen christlichen Kunstwerken, moderner Kunst und den Räumlichkeiten des Museums immer wieder möglich wurde. Dank des Angebotes des Diözesancaritasverbandes, der die Reihe „Kunst Raum Klang“ ins Leben rief, konnte die Gruppe diese Erfahrungen machen.

Die Armen-Brüder treffen den Journalisten Daniel Schreiber

19.08.2015. Das kühle Hefeweizen im Biergarten, den Rotwein am Flußufer – für viele erscheint dies ganz alltäglich und keiner weiteren Bemerkung wert.

Wer das Buch „Nüchtern – Über das Trinken und das Glück“ in die Gemütlichkeit mitnimmt, der wird an der ein oder anderen Stelle schlucken müssen. Daniel Schreiber, der als Journalist und Publizist seinen Lebensunterhalt verdient, lässt mit seiner eigenen Geschichte die Nachdenklichkeit mehr werden. Über sein eigenes Leben in Zeiten der Abhängigkeit wird Daniel Schreiber bei der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ am Donnerstag, 3. September 2015, 19:30 Uhr, vorstellen. Veranstaltungsort wird die Kapelle des Johannes-Höver-Hauses am Rather Broich 155 in Düsseldorf – Rath sein.

„Dies ist gut so“, bemerkt der Geschäftsführer der Sozialwerke der Armen-Brüder des heiligen Franziskus e.V., Heinz-Theo Wollschläger, der die Begleitung wohnungsloser und suchtkranker Menschen verantwortet. In den eigenen ambulanten und stationären Angeboten der franziskanischen Wohnungslosenhilfe gebe es eine hohe Akzeptanz des Trinkens. Klientinnen und Klienten würden in kontinuierlichen Beziehungsprozessen angehalten, den Alkoholkonsum nicht entgleiten zu lassen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir bei unseren Hilfeangeboten die Menschen dort abholen müssen, wo sie stehen. Wenn wir es dann bei dem ein oder anderen auf den Weg bringen, dass er oder sie das Trinken aufgibt, ist dies für uns ein großer Erfolg“, meint Wollschläger.

Über den ambivalenten Umgang mit Alkohol nachdenken

Für Wollschläger ist die Lesung des Journalisten Daniel Schreiber eine Gelegenheit für alle, über den möglicherweise eigenen ambivalenten Umgang mit dem Alkohol nachzudenken. Vor allem möchte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Freundinnen und Freunde der Sozialwerke ermuntern, über das Trinken nachzusinnen. Schreiber wird viel Anstöße geben. So bedeutet abhängig zu sein für Schreiber, „nicht erwachsen sein zu können“. Man gehe durch den Alltag und versuche die Scham auf einem erträglichen Maß zu halten, schreibt Schreiber.

Wenn Wollschläger dies liest, erinnert er sich an viele Biographien, die ihm in der Wohnungslosenhilfe begegnen. In den Biographien der Klientinnen und Klienten, die von vielen Verletzungen und Niederlagen begleitet seien, spiele Scham und Schuld immer eine große Rolle. Deshalb sei auch darüber nachzudenken, inwieweit das Nicht-Annehmen von Scham und Schuld einen Verlust von Autonomie bedeute, so Wollschläger.

Mit diesen Gedanken trifft Wollschläger den Kern der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“. Menschen, die sich den Sozialwerken e.V. verbunden fühlten, sollten schließlich auch von der Solidarität mit der franziskanischen Gemeinschaft und den Hilfeangeboten profitieren. Mit dem Buch „Nüchtern“ von Daniel Schreiber gebe es eine gute Gelegenheit zur Selbstreflexion. Vielleicht wird nach dem Abend der Besuch im Biergarten oder am Flussufer mit Sprudelwasser oder einem Fruchtsaft gelingen.

 

Autorenfoto: (c) Olaf Blecker, Berlin
www.olafblecker.de

Zur Seite des Hanser Verlags über Schreibers Buch:
http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/nuechtern/978-3-446-24650-8/

Eine besondere Flussfahrt

03.08.2015. Es war ein Abenteuer der besonderen Art, das die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe der Sozialwerke der Armen-Brüder erlebten.

Abenteuer in einem Boot … mit Jesus

Denn bevor es aufs Wasser ging, wartete die Geschichte aus dem Markusevangelium von Jesus und seinen Jüngern im Seesturm auf die Gruppe. Die Angst der Jünger, die mit Jesus in einem Boot in einen Sturm auf dem See Genezareth geraten, wurde dabei zum Thema gemacht. Hier konnte die Brücke zu anderen angstvollen Situationen im Leben geschlagen werden.

Ebenso spielten aber auch die Hoffnung und das machtvolle Eingreifen Jesu eine Rolle. Dies war schon kniffliger in die heutige Zeit zu übersetzen. Letztlich musste jeder für sich entscheiden, ob er dieser Hoffnung traut, die Jesus vermittelt. Ein Teelicht, das jeder an der Osterkerze entzündete und auf das Plakat mit den benannten Ängsten stellte, konnte zum Hoffnungslicht werden.

Auf wilden Wassern

Von einem Segenslied begleitet ging es mit diesen Eindrücken dann aufs wilde Wasser der Erft und den mächtigen Rheinstrom. Auch dabei mussten Herausforderungen gemeistert werden: Mit zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmern, der Sozialarbeiterin Anja Dogan und dem Seelsorger Gregor Klingenhäger sowie dem Raftguide Malte und seinem Hund Happy in einem Rafting-Boot – das wurde schon mal ziemlich eng!

Dann ging es darum, miteinander und nicht gegeneinander zu paddeln, den Hindernissen rechzeitig auszuweichen und die Kraftreserven für die dreistündige Fahrt einzuteilen. Das alles brauchte einigen Einsatz. Doch die Gruppe erlebte, dass die Stromschnellen der Erft gemeistert wurden und auch der mächtig dahin fließende Rhein mit seinen riesigen Frachtschiffen auf sichere Weise bewältigt wurde.

So gelang das Abenteuer und die Gruppe konnte zwischendurch die Aussicht auf die Natur, den Medienhafen und die Altstadt genießen. Am Ziel, das unbeschadet erreicht wurde, gab es dann noch ein gemeinsames Picknick – und das alles bei herrlichem Sonnenschein. Klar, dass zum Schluss ein Teilnehmer die Frage stellte: „Nächste Woche wieder?“

Eine Stecknadel wäre zu hören gewesen

29.06.2015. Eine Stecknadel wäre zeitweise zu hören gewesen, als am Abend des 17. Juni der Schriftsteller Horst Eckert aus seinem Kriminalroman „Schattenboxer“ las.

 

Krimi-Autor Horst Eckert liest in Kapelle der Armen-Brüder des heiligen Franziskus

Die Spannung ist in der Kapelle des Johannes Höver-Hauses am Rather Broich spürbar gewesen, die sein Protagonist Vincent Che Veih bei den fünf Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörern im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ ausgelöst hat. So hat es niemanden gewundert, dass der Applaus zum Ende der Autorenlesung anhaltend und ausdrucksstark gewesen ist.

Mit der launischen Unterstützung des Moderators der Autorenlesung, Christoph Müller, hat nicht nur die aktuelle Kriminalgeschichte des Autoren Eckert im Mittelpunkt gestanden. Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben erfahren, wie Eckert zu seinen Geschichten kommt. Sie haben gehört, wann Eckert die Schreibstube verlässt, um die Atmosphären der Umgebungen kennenzulernen, in denen letzthin seine Romanfiguren zum Leben erweckt werden sollen.

Warum er sich gerade Düsseldorf als seine Kulisse für seine lebendigen Stories aussucht, ist eine der Fragen gewesen, auf die Eckert eine Antwort geben musste. Düsseldorf biete mit seiner Größe und der Vielfalt der in ihr lebenden Menschen ausreichend Stoff, erzählte er dem aufmerksamen Auditorium. Er habe große Freude daran, die armen und reichen, die biederen und die verrückten Menschen in der Stadt zu beobachten. Die Beobachtungen fänden dann Niederschlag in seinen Erzählungen, so Eckert.

Kriminelle Dealerinnen

„Wir haben uns sehr gefreut, dass wir einen so prominenten Autor aus unserer Stadt begrüßen dürften“, stellte der Geschäftsführer der Sozialwerke der Armen-Brüder des heiligen Franziskus e.V., Heinz-Theo Wollschläger, fest. Eckerts Auftritt habe nicht nur der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ einen weiteren Reiz gegeben. Es sei ein Farbtupfer, der die Wertschätzung der Menschen in Düsseldorf zum Ausdruck bringe, so Wollschläger.

Eckert erlebt es selten, dass seine Bücher von Ordensschwestern in einer Kirche verkauft werden. Während seiner Autorenlesung bei den Sozialwerken der Armen-Brüdern des heiligen Franziskus hat er diese seltene Erfahrung gemacht. Denn die Paulus-Schwestern aus der Paulus-Buchhandlung an der Friedrich-Ebert-Straße wollten das Hörerlebnis des Abends zu einem Leseerlebnis auf der heimischen Couch abrunden. So nannte Eckert die Ordensfrauen „freundliche Dealerinnen mit der heißen Ware“.

Mit einem hinreißenden Lächeln schafft es Eckert immer wieder, die Sympathien der Krimifreundinnen und Krimifreunde zu seinen Gunsten zu wecken. Es scheint die Freude an den Menschen und die Faszination für die Abgründe der menschlichen Seelen zu sein, die einen Buchabend mit ihm immer wieder zu einem Erlebnis werden lassen. Dies wird sicherlich auch der dritte Vincent Che Veih – Roman und insgesamt 14. Roman zeigen, an dem Eckert schon wieder schreibt. Mit Bruder Matthäus Werner ist er sich einig gewesen, dass dies Anstoß für eine erneute Begegnung werden könnte.

Vorher wird am Donnerstag, 3. September, 19:30 Uhr, der Journalist Daniel Schreiber sein Buch „Nüchtern“ vorstellen, in dem er über das Trinken und das Glück nachdenkt.

Lebendige Verbindung statt heilloses Nebeneinander

10.06.2015. Es ist Tradition, dass die Katholiken aus Rath, Oberrath und Mörsenbroich den Fronleichnamsgottesdienst auf dem Gelände des Campus Rath der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder feiern.

So weit so gut!

Dass es sich jedoch nicht nur um eine einfache Wiederholung einer überkommenen Tradition handelt, wurde in der Festmesse bei herrlichem Wetter auf der Wiese vor dem Johannes-Höver-Haus wieder einmal deutlich: Viele der Gottesdienstteilnehmer aus der Gemeinde kennen noch den Einen oder die Andere aus dem Alten- und Pflegeheim oder den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Manche haben gar verwandtschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen. Es gibt eine gemeinsame Lebensgeschichte.

Immer wieder gab es am Rande der Messfeier Begegnungen in diesem Sinne. Es sind eben lebendige Verbindungen und viele Verknüpfungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Campus Rath und der Kirchengemeinde.

„Das ist letztlich auch der Sinn des Fronleichnamsfestes“, so Bruder Matthäus: „Denn es geht darum, dass Jesus nicht irgendwo neben uns oder sogar über uns existiert. Vielmehr hält er über die Messfeier eine lebendige Beziehung zu uns, die für uns heilsam ist.“ Von daher haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Fronleichnamsmesse und der anschließenden Prozession in doppeltem Sinne lebendige Verbindung und heilsames Miteinander erlebt.

„Das hat gut getan!“

02.06.2015. Mit diesen Worten bedankte sich eine Bewohnerin des Johannes Höver-Hauses nach der Feier der Krankensalbung.

 

Über 30 katholische Bewohnerinnen und Bewohner waren der Einladung gefolgt, in Krankheit und Alter eine Stärkung aus dem Glauben zu erfahren. Begleitet vom Team des Sozialen Dienstes und der Seelsorge hörten sie von Jesus, der sich zu seiner Zeit besonders den Kranken zugewendet hatte. Dann wurden die Teilnehmer von Pater Bergers und Pfarrer Köchling mit dem heiligen Krankenöl gesalbt.

Kannten viele bisher Öl eher vom Salat oder aus der Körperpflege, erlebten sie nun auch diese heilsame Dimension des Öls. So wurde der Moment der persönlichen Salbung auf Stirn und Händen für alle zu einem sehr intensiven Erlebnis. Die Feier war bewusst auf die Woche nach Pfingsten gelegt worden, wo der gute Geist Gottes als Tröster und Beistand gefeiert  wurde. Im Anschluss konnten sich alle Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen eine weitere Stärkung gönnen.

Gregor Klingenhäger

Krimi in der Kapelle – Armen-Brüder treffen Horst Eckert am 17. Juni

19.05.2015. Ist es bekannt, dass in einem Düsseldorfer Kloster in den letzten Jahren oder Jahrzehnten ein schweres Verbrechen stattgefunden hat? Die Polizeiakten geben es nicht her, dass es Bösewichte unter dem Kreuze Christi gegeben hat.

Es ist genausowenig bekannt, dass in einer Kirche die Autorenlesung eines Kriminalschriftstellers gegeben hat. Am Mittwoch, 17. Juni 2015, 19:30 Uhr, wird der Düsseldorfer Autor Horst Eckert dies ändern. In der Kapelle des Johannes Höver-Hauses am Rather Broich in Düsseldorf-Rath wird er mörderische Abenteuer aus seinem neuen Buch „Schattenboxer“ erzählen.

Mehr als eine reine Lesung

„Für uns ist es eine große Ehre, einen der kreativsten Köpfe Düsseldorfs zu Gast zu haben“, gesteht Bruder Matthäus Werner, der mit dem Sozialwerk der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus Gastgeber sein wird. Im Rahmen der in diesem Jahr ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ wird Horst Eckert nicht nur von den Erlebnissen des Düsseldorfer Kriminalkommissars Vincent Veih erzählen. Von seinen Recherchen zu seinen spannenden Geschichten und der Entwicklung seiner Protagonisten wird Horst Eckert im Publikumsgespräch auch berichten.

„Wir haben die Hoffnung, dass wir die Kapelle des Johannes Höver-Hauses voll bekommen“, meint Bruder Matthäus Werner. Es wäre ein Beweis dafür, dass mit der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ der richtige Weg eingeschlagen ist, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die an der Arbeit des Sozialwerks in der Altenhilfe und der Wohnungslosenhilfe interessiert sind.

Ein ungewöhnlicher Ort

Horst Eckert ist selber neugierig auf die Lesung in der Kapelle in Düsseldorf-Rath. Es sei keine neue Erfahrung, an einem ungewöhnlichen Ort zu lesen. Es sei immer wieder spannend, bewegende Erfahrungen zu machen. Ungewöhnliche Orte hätten das Potential, Inspiration für neue Kriminalgeschichten zu sein, meint Eckert. Er lässt es offen, ob demnächst Hilfeschreie zu hören sind, wo normalerweise geistliche Choräle gesungen werden.

Der Eintritt zu der Veranstaltungsreihe „Die Armen-Brüder treffen ...“ ist frei. Einen Büchertisch wird die Buchhandlung der Paulus-Schwestern, die an der Friedrich-Ebert-Straße in der Innenstadt ist, anbieten. Zum Signieren der Bücher wird sich Horst Eckert zur Verfügung stellen. Ein gemütliches Beisammensein wird den literarisch spannenden Abend abrunden. Der Eintritt zu der Krimi-Lesung ist frei. Für die Arbeit der Sozialwerke der Armen-Brüder ist die Ordensgemeinschaft für Spenden dankbar.

Hoher Besuch am Rather Broich

15.04.2015. Weihbischof Dominikus Schwaderlapp besucht die Alten-und Wohnunglosenhilfe der Armen-Brüder in Düsseldorf-Rath.

 

Hohen Besuch hat die Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder des hl. Franziskus – Sozialwerke e.V. erlebt. Denn der Vorsitzende Bruder Matthäus Werner hat den Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp im Johannes Höver-Haus und im Franz von Assisi-Haus am Rather Broich begrüßen können. Im Rahmen der bischöflichen Visitation hat Weihbischof Schwaderlapp den Weg in die Alten-und Wohnungslosenhilfe der Ordensgemeinschaft gefunden.

Fachgespräch und menschliche Begegnung

Bruder Matthäus Werner ist von der Offenheit des kirchlichen Würdenträgers begeistert gewesen. „Weihbischof Schwaderlapp geht ohne Berührungsängste auf die Menschen zu und hat das Gespräch gesucht“, erzählt er von dem mehrstündigen Besuch. Er sei neugierig gewesen, habe viele Fragen gestellt und einen Spannungsbogen von fachlichem Gespräch und menschlicher Begegnung erzeugt. Bruder Matthäus: „Wir sind ganz angetan.“

So ist es bei dem offiziellen Besuch des Weihbischofs nicht nur um ein höfliches Händeschütteln gegangen. Im Gespräch mit der Vorsitzenden des Bewohnerbeirates im Johannes Höver-Hauses, Annemarie Becker, hat sich Weihbischof Schwaderlapp informiert, was den insgesamt 189 alten und pflegebedürftigen Menschen auf den Nägeln brennt. Im vertraulichen Kontakt hat er auch Joachim Hölscher, dem Heimleiter des Johannes Höver-Hauses, auf den Zahn fühlen können. Hölscher hat konkretisieren können, „dass die Zufriedenheit und die Lebensqualität der Menschen, die sich dem Orden anvertrauen, der Maßstab des alltäglichen pflegerischen Handelns sind“.

Wohnungslose werden ernst genommen, ihre Potenziale erkannt und genutzt

Dies gilt sicher auch in der „Villa“, in der 38 ehemals wohnungslose Frauen und Männer aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit betreut werden. Die besondere Atmosphäre dieses stationären Angebots hat Weihbischof Schwaderlapp nicht abgehalten, die Lebenswirklichkeit dieser Menschen zu erspüren. Peter Hinz, der den Geschäftsbereich Wohnungslosenhilfe der Armen-Brüder des hl. Franziskus e.V. leitet, freut sich besonders über eine Erfahrung während der Visitation von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp: „Unser Ansatz, Hilfesuchende als Menschen mit eigenen Vorstellungen und Ressourcen ernst zu nehmen, die traditionelle fürsorgerische Haltung aufzugeben und Methoden zum Erkennen von Potenzialen und Fähigkeiten zur Grundlage der Hilfeplanung und Hilfegestaltung zu machen, überzeugte den Weihbischof wohl in besonderem Maße.“

Der prominente Besuch ist auch Gelegenheit gewesen, die hohe Erfolgsrate in den stationären Hilfen der Wohnungslosenhilfe zu unterstreichen. Sachgebietsleiterin Bettina Rudat hat von 75 % Vermittlungsquote berichten können, „wenn die Anbindung an das Hilfesystem gelungen ist“. Sie hat sich gefreut, dass Weihbischof Schwaderlapp interessiert gewesen ist, „die Lebenswirklichkeit von Menschen auf der Straße und unsere Antworten darauf kennenzulernen und zu verstehen“. In der Sicherstellung größtmöglicher Selbstbestimmung liegt in den Augen Peter Hinz „der Schlüssel zum Erhalt der individuellen Würde des Einzelnen“.

Lob für die soziale Arbeit der Armen-Brüder

Weihbischof Schwaderlapp findet schließlich sehr würdigende Worte für das Wirken der Sozialwerke am Rather Broich und allen anderen Standorten:  „Nächstenliebe ist immer konkret und mehr als Wohltätigkeit. Es geht darum, vorbehaltlos Ja zu unterschiedlichen Personen um ihrer selbst willen zu sagen. Das habe ich bei den Armen Brüdern und ihren Werken erlebt.“

„Es geht darum, den Menschen zu sehen“

30.03.2015. Gelungener Auftakt der Veranstaltungsreihe „die Armen-Brüder treffen ...“

Es ist eine ungewöhnliche Frage gewesen, die der katholische Theologe und Psychologe Thomas Holtbernd zu beantworten hatte. Beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „die Armen-Brüder treffen ...“ in der Kapelle des Johannes Höver Hauses am Rather Broich hat sich Holtbernd eine Antwort darauf versucht, ob Trinken glücklich macht. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Freundinnen und Freunde der „Sozialwerke der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus e.V.“ hat dieses Thema den Nerv getroffen. In den Einrichtungen der Altenhilfe und vor allem der Wohnungslosenhilfe bieten die „Sozialwerke der Armen- Brüder des Heiligen Franziskus e.V.“ eine akzeptierende Hilfe an.

So sind die Überlegungen Holtbernds eine Unterstützung für die Arbeit in den stationären, teilstationären und ambulanten Hilfeangeboten der Ordensgemeinschaft. Aus seinen Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen und mit medizinisch-psychologischen Untersuchungen hat Holtbernd betont, dass es darum gehe, den Menschen zu sehen. Holtbernd fragt kritisch, ob beispielsweise die Haltung zum Alkohol erst die Alkoholiker produziere. Der Alkohol werde gesellschaftlich verteufelt, deshalb gelinge es nicht, den Umgang mit dem Suchtmittel zu erlernen.

„Menschen lieber traurig“

Thomas Holtbernd hat sich mit 11 Büchern zu Heiterkeit und Fröhlichkeit einen Namen gemacht. So hat es nahe gelegen, über den Zusammenhang des Trinkens mit der Heiterkeit nachzudenken. Holtbernd mutmaßt, dass die Verteufelung des Alkohols darin begründet sein könnte, „dass die Menschen lieber traurig als einfach heiter sind“. Als weiteren möglichen Grund sieht Holtbernd in der gleichwertigen Ablehnung des Alkohols wie des Lachens. Beides erzeuge einen Rausch, währenddessen der Mensch nicht mehr Herr seiner Vernunft sei.

Für den Vorsitzenden der „Sozialwerke der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus e.V.“, Bruder Matthäus Werner, ist die Veranstaltungsreihe „die Armen-Brüder treffen ...“ eine Möglichkeit, mit Wohltäterinnen und Wohltätern, aber auch den Menschen, die die wertvolle Arbeit in der Alten-und Wohnungslosenhilfe leisten, auf Tuchfühlung zu gehen. Es gehe um einen wechselseitigen Nutzen, der die Arbeit bereichere. Natürlich hofft Bruder Matthäus, dass die Kirchengemeinden und die Menschen aus den Stadtteilen noch mehr Anteil nehmen.

„Mehr Gelassenheit“

Mit den Anstößen von Thomas Holtbernd ist ein Auftakt gelungen. Mehr als fünf Dutzend Menschen sind der Einladung von Bruder Matthäus und dem Geschäftsführer Heinz-Theo Wollschläger gefolgt. Für die einen sind die Ideen Holtbernds Bestätigung ihres täglichen Arbeitens gewesen, für die anderen Anregungen. Holtbernd hat in der Kapelle des Johannes Höver Hauses am Rather Broich zu mehr Heiterkeit und Gelassenheit im Umgang mit den Suchtmitteln aufgerufen: „Und wenn die Begegnung mit Alkohol etwas leichter und schneller in Bewegung kommt, dann ist es ganz im Sinne der Bibel: „Seht, ich sende euch Korn, Wein und Öl, damit ihr euch daran sättigen könnt (Joel 2,19).“

Neue Veranstaltungsreihe beginnt mit Thomas Holtbernd

19.03.2015. Am Donnerstag, den 19. März, eröffnet der Autor, Psychologe und Theologe Thomas Holtbernd unsere neue Veranstaltungsreihe „Armen-Brüder treffen ...“. Sie richtet sich an Sie – unsere Freunde und Förderer wie auch alle an der Senioren- und Wohnungslosenhilfe interessierten Menschen.

Die Veranstaltungen möchten Ihnen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch mit den jeweils eingeladenen Künstlern, Autoren und Referenten und uns als Hilfenanbieter bieten. Der Gesprächspartner an diesem Abend, der katholische Theologe, Psychologe und Philosoph Thomas Holtbernd, ist durch seine Bücher bekannt und in seiner täglichen Arbeit sowohl in der psychologisch-medizinischen Beratung als auch im Coaching zu Hause. Holtbernd, der sich intensiv mit dem Humor auseinandergesetzt hat, wird am 19. März um 19:30 Uhr in der Kapelle am Rather Broich 155 über das Thema „Macht Trinken glücklich?“ sprechen. Im Anschluss wird es Gelegenheit zur Diskussion und zu kleineren Gesprächsrunden in unseren Räumen geben.

Weihnachten im Franz von Assisi-Haus

18.01.2015. 25.12.2014. Mit einem traditionell großen Fest am 1. Weihnachtsfeiertag fand auch das diesjährige Einrichtungsjahr einen krönenden Abschluss. 66 Bewohner und Gäste feierten mit vielen Kollegen gemeinsam dieses besondere Ereignis.

Die Weihnachtszeit ist für wohnungslose Menschen erfahrungsgemäß eine schwierige Phase. Vielen Bewohnern fehlt der familiäre sowie gesamtgesellschaftliche Anschluss und Einsamkeit wird außerordentlich intensiv erlebt. Der eigene Lebensrückblick schmerzt mehr denn je, so dass diesem Fest eine spezielle Bedeutung zukommt.


Entsprechend unseres Jahresvorsatzes der Beteiligungsförderung sollte auch die Weihnachtsfeier eine Co-Produktion von Bewohnern und Mitarbeitern werden. Für Dekoration, Backen, Programm und Gottesdienst konnten insgesamt 25 Bewohner zur Mithilfe gewonnen werden.


Der Nachmittag startete mit einem feierlichen Weihnachts-Gottesdienst in unserer Kapelle auf dem Gelände am Rather Broich, in dem die Weihnachtsgeschichte unter dem ungewöhnlich klingenden Thema „Weihnachten kann man SICH schenken“ beleuchtet wurde. Es folgte ein gemütlicher Feierauftakt bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Das Programm wurde mit einem Weihnachts-Quiz eingeleitet, an dem die Bewohner in Tisch-Mannschaften teilnehmen konnten, um die Begegnung untereinander  anzuregen. Das Quiz erfreute sich bereits reger Teilnahme, bevor der Nikolaus als Programm-Höhepunkt jedem Bewohner sein Weihnachtsgeschenk mit einem individuellen Gruß der Mitarbeiter übergab.  In diesem Jahr freuten sich die Bewohner wieder über eine sehr nützliche Gabe: Ein Reisekulturbeutel und Badelatschen. Das Fest klang dann mit einem reichhaltigen Buffet-Abendessen und der Quiz-Siegerehrung aus.


Abschließend einige „Blitzlichter“ von der diesjährigen Weihnachtsfeier:  

  • „Ich war völlig erstaunt, dass der Nikolaus wusste, dass ich gut Kochen kann!“
  • „Für mich? – Ich wusste gar nicht, dass es auch Geschenke gibt!“
  • „Mensch, da habt ihr Euch aber echt ins Zeug gelegt!“
  • „Das Weihnachtfest war eines der schönsten in meinem Leben, weil die Feier mitten ins Herz ging.“

Zu Gast bei … Dr. Hans-Werner Thönnes

19.12.2014. „Zu Gast bei…“ – unter diesem Motto hat die Seelsorgekommission im Jahr 2014 eine Besuchsreihe gestartet, bei der Hilfenehmer/-innen der Wohnungslosenhilfe Persönlichkeiten des öffentlichen oder kirchlichen Lebens besuchen, die aus dem Glauben leben.

Dr. Thönnes, der bis Ende November 2014 für die Caritas zuständige Bischofsvikar im Bistum Essen war, hatte im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe am 26. November 2014 eingeladen. Sechs Bewohner aus verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe der Sozialwerke der Armen-Brüder nahmen diese Einladung an und wurden begleitet vom Seelsorger der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder und einem weiteren Mitglied der Seelsorgekommission.

Als Treffpunkt hatte sich Dr. Thönnes für den „Petershof“ in Duisburg-Marxloh, ein Sozialpastorales Zentrum rund um die Kirche St. Peter entschieden. Pater Oliver von den Prämonstratensern, der Pastor in dieser Gemeinde ist und den Petershof leitet,  führte der Gruppe anschaulich die lokale Situation vor Augen. Der soziale Brennpunkt Duisburg-Marxloh wirft eine Vielzahl von Problemen auf – ausgelöst durch einen hohen Anteil von Menschen aus unterschiedlichen Ländern, zahlreiche Flüchtlinge und eine erhebliche Arbeitslosigkeit. Pater Oliver brachte eindrucksvoll zum Ausdruck, dass Kirche hier vielfältige Unterstützung gibt und Ansprechpartnerin für viele Menschen – auch anderer Konfessionen und Religionen ist. 

Dr. Thönnes erläuterte, dass es ein vom Evangelium ausgehender Auftrag der Kirche ist, nahe bei den Menschen in ihren Notlagen zu sein und ihnen zu helfen. Er betonte, dass dieses Engagement von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen im Bistum übernommen wird und die Caritas hier eine wichtige und unverzichtbare Aufgabe hat.

Es entspann sich zwischen Dr. Thönnes, Pater Oliver und den Teilnehmern ein reger Austausch über die Schwierigkeiten einerseits und Chancen andererseits in dieser Situation für die Kirche vor Ort. Beeindruckt war die Gruppe von der Klarheit und Entschiedenheit des Einsatzes von Dr. Thönnes und Pater Oliver für Menschen in ihren vielfältigen Nöten.

Auch ein Besuch in der tagsüber immer weit geöffneten Kirche gehörte zu dem Programm. Pater Oliver berichtete, dass die Gemeinde nach der Sonntagsmessfeier die Gelegenheit zur Begegnung bei Kaffee und Waffeln hat, damit sie auch im Anschluss an den Gottesdienst noch weiter Gemeinschaft erleben kann.

Die Teilnehmer/-innen  stellten auch persönliche Fragen an Dr. Thönnes - so z. B. die Frage, wie er sich trotz der Verlusterfahrungen angesichts des Rückgangs der Menschen, die Mitglied in der Kirche seien bzw. in ihr mitarbeiten, motivieren könne. Die Antwort war eindeutig und ermutigend. Er stellte heraus, dass Kirche in der Geschichte keineswegs immer eine große Breite der Gesellschaft angesprochen habe. Zudem sei seine Erfahrung, dass sich immer wieder Menschen fänden, die wagemutig und hilfsbereit an der Umsetzung der frohen Botschaft Jesu mitwirkten.

Eine beeindruckende Gastfreundschaft konnte die Gruppe beim gemeinsamen Mittagessen erleben.

Am Schluss stand für die Teilnehmer/-innen fest: Sie sind Menschen mit einer starken Persönlichkeit begegnet, die eindrucksvoll und glaubwürdig kirchliches Engagement für Menschen in Armut und Not leben.

Neue MDK-Prüfung ist veröffentlicht

16.12.2014. MDK-Prüfung 2014: Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hat auch in diesem Jahr wieder unsere Einrichtungen der Seniorenhilfe unangekündigt – wie vorgeschrieben – besucht und geprüft.

 

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MDK gilt unser Dank für die Beratung und faire Atmosphäre am Prüfungstag. Den Bewohnerinnen und Bewohnern danken wir für  die positive und wertschätzende Beurteilung unserer Leistung.

Trotz veränderter Prüfungskriterien ist es uns gelungen, das gute Ergebnis des Vorjahres zu halten oder sportlich „zu verteidigen“.

Zur Note selbst halten wir wie immer eine kritische Distanz. Mag sie auch noch so gut sein, sie ist, bleibt und wird immer auch dem Zufall geschuldet sein.

Wir gratulieren den Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich zu dieser Benotung.

Entscheidend ist und bleibt für uns, dass wir für unser Angebot mit gutem Gewissen jederzeit einstehen können und dass es so gestaltet ist und bleibt, dass wir es selbst gerne in Anspruch nähmen. 

Noch wichtiger für uns ist, dass Sie sich selbst ein Bild machen. Sie sind uns willkommen.

Hier fügen wir für Sie das vorläufige Ergebnis ein, nach entsprechender Frist steht es für Sie als Download unter der Seniorenhilfe als endgültiges Ergebnis bereit.

Raststätten des Alltags

29.09.2014. Bruder Matthäus Werner und sein Mitbruder Wendelin Wittling feiern die goldene Profess. Sein Name steht für ein Programm. Es ist die Option für die armen Menschen, die Bruder Matthäus Werner leben will. Man glaubt es nicht, dass er schon vor fünf Jahrzehnten die Nachfolge des Heiligen Franz von Assisi angetreten hat.

Am kommenden Wochenende feiern Bruder Matthäus und Bruder Wendelin ihre goldene Profess, wie der Eintritt in eine katholische Ordensgemeinschaft genannt wird.

In diesem Jahr ist die Freude zum Feiern getrübt. Schließlich sind die Sozialwerke der Armen Brüder des Heiligen Franziskus, denen Bruder Matthäus angehört, Anfang des Jahres durch ein Investment bei der Infinus AG um mehrere Millionen betrogen worden. Dies soll die Freude am Feiern nicht trüben, meint denn auch Bruder Matthäus. Es tue weh. Doch der Glaube gebe die Kraft, sich weiter in Werken der Barmherzigkeit zu üben, erinnert er an ein Grundbekenntnis seiner in Aachen gegründeten Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder des hl. Franziskus.

So wird sich Bruder Matthäus im Kreise seiner Mitbrüder aus aller Welt, vieler Vertrauter aus Kirche, Gesellschaft und den eigenen Einrichtungen an viele abwechslungsreiche Jahre erinnern. In diesen Jahren hat Bruder Matthäus etwas nicht gekannt: Berührungsängste. Ihn trifft man bis auf den heutigen Tag im Kreise prominenter Düsseldorfer, vor allem sucht der 71jährige Ordensmann die Begegnung mit den alten Menschen im Johannes-Höver-Haus und den wohnungslosen Menschen im Franz-von-Assisi-Haus am Rather Broich.

Wer es nicht glaubt, der kann sich auch in anderen Einrichtungen der Sozialwerke der Armen Brüder davon überzeugen, dass die Menschen dem frommen Ordensmann am Herzen liegen. In seiner Bescheidenheit will Bruder Matthäus wohlwollende Charakterisierungen seiner Person bis auf den heutigen Tag nicht hören.

Ohne seine Person wäre die Wohnungslosenhilfe der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus nicht so qualifiziert, wie sie es ist. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat er stets an der Entwicklung der ambulanten und stationären Hilfen gearbeitet. „Mein Ziel ist es immer gewesen, Lebensraum für diejenigen zu schaffen, die unserer Solidarität und praktischen Hilfe bedürfen“, meint er programmatisch.

Ob es denn während fünf Jahrzehnten Ordensleben nicht Zweifel an Gott gegeben hat oder an der zölibatären Lebensform, wird er in diesen Tagen häufiger gefragt. Mit einem sympathischen Lächeln beginnt er seine Antwort. „Frauen und Männer zweifeln während der langjährigen Partnerschaften am gemeinsamen Weg. Sie fühlen mal mehr, mal weniger Nähe aneinander. Auch wenn ich ein Gott geweihter Mann bin, so bin ich von dieser Welt“, entgegnet er. Das Leben habe halt Tiefen und Höhen. Was ihm Gerüst ist, sind die Kontinuität im Gebet und der Rhythmus des Ordenslebens. Wenn er morgens gegen 6:30 Uhr mit seinen Mitbrüdern die Laudes, abends die Vesper und gegen 22:00 Uhr die Komplet in der Kapelle am Rather Broich bete, dann seien dies wichtige Raststätten des Alltags. Die Menschen, die ihn durch die Jahre begleiteten, seien andere Kraftquellen – ganz unabhängig davon, ob sie mitten in oder am Rande der Gesellschaft und der Kirche lebten. 

Herzlichen Glückwunsch Bruder Matthäus und Bruder Wendelin!

„Oh, wie schön ist Düsseldorf!“

24.09.2014. Aktionstage im Johannes Höver Haus und der Villa. Seniorinnen und Senioren aus dem Johannes- Höver- Haus und der Villa waren im September 2014 wieder „on Tour“.

 

Vom  Oldtimer-Zentrum in Düsseldorf, der  Basilika und dem Wochenmarkt in Kaiserswerth bis hin zum Wildpark im Grafenberger Wald standen die unterschiedlichsten Ausflugsziele auf dem Programm. Die Fahrt zum Oldtimer-Zentrum entpuppte sich natürlich als klassischer Männerausflug, wo dann auch Vorort gefachsimpelt wurde – über Motoren, Automarken und mehr.
                                               
Der Besuch in Kaiserswerth wurde insbesondere von unseren Seniorinnen genutzt, um wieder einmal ganz wie früher auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Nach dem Besuch der Basilika entspannten sich alle Teilnehmerinnen auf der Rheinpromenade beim Blick auf den Rhein.
         
Damwild beinahe auf dem Schoß sitzen zu haben, konnten alle Seniorinnen und Senioren erleben, die mit im Wildpark am Grafenberger Wald waren. Allen machte es sichtlich viel Spaß, die Tiere zu füttern und zu streicheln.
                                                      
Mit einem gemeinsamen Mittagessen und  einem regen Austausch über die vielfältigen Eindrücke endeten alle unsere Ausflüge.

Bewohner der Römerstraße in der Eifel

19.09.2014. Wie schon in den Jahren zuvor, wurde auch 2014 eine freizeitpädagogische Maßnahme der Wohngruppe an der Römerstraße im Fortbildungshaus Kyllburg in der Eifel durchgeführt.

Sieben Bewohner der Wohngruppen, begleitet von zwei Mitarbeitern des Sozialdienstes, nahmen an der Reise teil. Die Sozialkompetenz und das Erleben von Gemeinschaft wurden sowohl durch die angebotenen Tagesaktivitäten, die Zubereitung und Einnahme der gemeinsamen Mahlzeiten sowie durch die abendlichen Gesellschaftsspiele gefördert. Bei den anstehenden Aufgaben brachten sich alle Teilnehmer engagiert ein, was zu einer durchgängig entspannten und harmonischen Atmosphäre beitrug.

Gigantische Naturphänomene der Vulkaneifel konnten sowohl bei der Besichtigung des Lavadoms / Lavakellers in Mendig als auch bei einer Wanderung durch die Teufelsschlucht oberhalb der Irreler Wasserfälle hautnah erkundet werden, wobei von allen ein Gefühl der Naturverbundenheit erlebt, angeregt und intensiviert werden konnte. Zudem stießen die zahlreichen Eindrücke, insbesondere in Zusammenhang mit den hierbei erforderlichen körperlichen Aktivitäten, die durchaus Ausdauer und Durchhaltevermögen verlangten, bei den Bewohnern auf Begeisterung.

Abgerundet wurde der Aufenthalt durch den Besuch des nahegelegenen Naturparks Gondolf und der Kartbahn Wittlich. Die Teilnehmer betonten, in ungezwungener Atmosphäre neue Blickwinkel auf ihre Lebenssituation gewonnen sowie die Tage abseits der Großstadt als wohltuende Erfahrung empfunden zu haben.

Baustelle Himmelgeister Straße

08.09.2014. Stand der Dinge beim Ausbau der Außenwohngruppen in der Himmelgeister Straße in Düsseldorf-Bilk.

Mit den neuen Wohngruppen an der Himmelgeister Straße schaffen wir einen weiteren Baustein im Angebot der stationären Wohnungslosenhilfe mit Selbstversorgung. Noch ist dieser Baustein allerdings eine große Baustelle. Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus war stark sanierungsbedürftig, bot aber die Option des Aufstockens. Hier werden zukünftig 20 Menschen leben, die durch die Sozialarbeit begleitet, betreut und beraten werden. Großzügige Gemeinschaftsräume und gemeinsam zu nutzende sanitäre Einrichtungen auf den einzelnen Etagen ermöglichen die Unterbringung in individuell zu gestaltenden Einzelzimmern. Derzeit ist der Rohbau fast abgeschlossen, so dass nun der Innenausbau folgen kann. Die Fertigstellung erwarten wir zum Beginn des neuen Jahres und werden weiter informieren.

Häuserfest bei den Stationären Hilfen mit Vollversorgung

25.07.2014. Mit großem Erfolg fand am Rather Broich ein kleines Häuserfest mit zwei Wohneinheiten statt. Dieses Fest diente dem besseren Kennenlernen der Bewohner und dem gemeinsamen Erleben eines positiven Nachmittags mit Grillen, Musik und Gelegenheit zur Begegnung. Auch Gäste der Bewohner waren herzlich willkommen. Im Rahmen dieser Festivität wurde zudem ein neues Büro eingeweiht.

Entsprechend der Grundsätze der Beteiligung und Ressourcenorientierung erfolgte die gesamte Vorbereitung und Umsetzung gemeinsam mit den Bewohnern. Im Rahmen einer Häuserversammlung wurden im Vorfeld kleinere Teams aus Bewohnern und Kollegen gebildet, die sich für jeweils einen Aufgabenbereich engagierten. 

Angeboten wurde u. a. ein schmackhaftes Buffet, für das die Mitwirkenden diverse Salate zubereitet hatten. Daneben sorgte ein DJ-Team für das passende musikalische Programm. Ein weiteres Team hatte verschiedene Spiele vorbereitet, bei denen alle mitmachen konnten und so viele lustige Situationen entstanden. Insgesamt wurde viel gelacht und die Zeit verging wie im Fluge. 

Sowohl beim Auf- als auch Abbau am frühen Abend konnte auf die tatkräftige Unterstützung aller zurückgegriffen werden, so dass dieses Fest von A-Z als eine geglückte Gemeinschaftsproduktion erlebt wurde.

Nachfolgend noch einige Bewohnerstimmen der 26 Teilnehmer zum Fest:

Wie habt ihr das Häuserfest erlebt?
Als ein gelungenes Fest, ein freundliches Miteinander zwischen Bewohnern der Häuser und den Mitarbeitern. 
Die anfängliche Skepsis ist schnell durch gute Laune, viel Spaß und Euphorie für die Spiele-Olympiade gewichen.

Was hat euch am Häuserfest besonders gut gefallen? 

  • Angefangen bei der Planung und den Vorbereitungen, Teamwork zwischen allen.
  • Das Essen war super (!) und wurde mit richtig viel Mühe gemacht. 
  • Die Atmosphäre, das lockere Miteinander haben mir sehr gefallen. 
  • Ein richtig gelungenes Fest mit viel Abwechslung zum normalen Alltag. 
  • Die gute Laune aller Beteiligten!

Stiftertreffen 2014

13.07.2014. 150.Todestag des Ordensgründers Bruder Johannes Höver. 20 Brüder aus Belgien, Brasilien, Deutschland und USA der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder des hl. Franziskus trafen sich vom 03. bis 14. Juli 2014 in Aachen zu einer Gedenkwoche an ihren Ordensstifter Bruder Johannes Höver.

 

Die Stifter

1857 hatte Johannes Höver mit drei Gefährten die Ordensgemeinschaft in Aachen gegründet. Einen wichtigen Impuls zur Gründung setzte die selige Mutter Franziska Schervier aus Aachen, die Gründerin der Armen-Schwestern des hl. Franziskus. Die Brüder besuchten die Wirkungsstätten Johannes Hövers und der seligen Mutter Franziska Schervier in Aachen sowie das Geburtshaus des Stifters in der Obersten Höhe bei Neuhonrath im Rhein/Siegkreis. 

Unser Auftrag

In Workshops erarbeiteten sie den Sendungsauftrag der Gemeinschaft in der heutigen Zeit. Er lautet: Sich einzusetzen für die Lebensrechte der Armen und Ausgegrenzten. Sie sollen durch die Brüder und ihre Mitarbeiter Barmherzigkeit, Liebe und Wertschätzung erfahren. Möglich wird diese Hilfe und Lebenshaltung durch das Beispiel Jesu Christi und des hl. Franziskus, dem sich die Brüder und ihre Mitarbeiter verpflichtet fühlen. Sie besuchten auch die Einrichtungen der Alten- und Wohnungslosenhilfe der "Armen-Brüder Sozialwerke" in Düsseldorf. Mit Freude und Stolz informierten sie sich über die Altenhilfe im Johannes Höver-Haus sowie der Wohnungslosenhilfe im Franz von Assisi-Haus, und sie besuchten die Beschäftigungshilfe für Wohnungslose in der Römerstraße. 

Der 150. Todestag von Bruder Johannes Höver wurde mit einer festlichen Messe unter der Leitung des em. Weihbischofs Karl Reger und der Beteiligung vieler Gäste und Freunde der Brüdergemeinschaft in St. Germanus in Aachen/Haaren gefeiert. Mit einem Empfang und einem Festessen schloss die Johannes Höver-Woche.

Herzlich und brüderlich. Bruder Matthäus